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Materialkunde

Speckstein - Material

Der Stein 

Der Naturstein Speckstein hat viele Namen - Steatit,Talcus, Seifenstein - und besteht aus Magnesium-Silikat Talk. Er wird auf der ganzen Welt abgebaut und daher ist es möglich verschiedene Härtegrade bzw. Zusammensetzung zu erhalten.
Das ist wichtig für die spätere Bearbeitung denn aufgrund der Brüchigkeit des Steines können Fromen entstehen, die nicht geplant waren. Die Brüchigkeit bzw. Weichheit des Steines wird nach der Mohs'schen Härtegrad eingestuft. Speckstein hat einen Härtegrad von 1, nur zum Vergleich ein Diamant hat einen von 10.  Es variiert aber nicht nur der Härtegrad sondern auch in der Farbe des Steines. Das ist auch das Schwierige, denn wenn man wissen möchte ,welche Farbe der Stein hat, muss man mit Tricks arbeiten.
Farbvariatenten sind von weiss, lila, rosa,  über grün, grau, schwarz bis hin zu braun und blau. Die eigentliche Farbe erkennt man, indem man eine Schnittstelle mit Wasser besprüht, so kann sehen welche Grundfarbe vorhanden ist.
Die genauen Einschlüsse zeigen sich aber erst bei der Bearbeitung.

Die Werkzeuge

Zum bearbeiten des Steines bieten sich viel Möglichkeiten. Die grobe Form herzustellen, dazu eignet sich wohl  erst einmal eine Säge, im Anschluss eignet sich eine grobe Feile.
Als Beispiel kann eine Rundfeile dazu genutzt werden, eine Rundung in einen Stein zufeilen, als Schale.
Ist die Form fertiggestellt, kann mit Schleifpapier weiter an der Ausarbeitung gefeilt werden. Hierbei beginnt man von grob nach fein.
Körnung:   80, 120, 240     - normales Schleifpapier
                320, 400, 600   - Nassschleifpapier
Hierbei ein Tipp, es lohnt sich das Nassschleifpapier vor der Benutzung schon eingeweicht zuhaben. Dadurch wird das Papier beschmeidiger und zusätzlich entsteht so ein feiner, schmieriger Film auf dem Stein, was ihn immer weiter und feiner schleift. So werden langsam aber sicher alle Kratzer aus dem Stein geschliffen.
Nach dem 600-ter Schleifpapier befreit man den Stein von dem Schleifresten und lässt ihn trocknen. Ist der Stein getrocknet kann man mögliche Macken und Kratzer finden und erneut schleifen. Jier sollte man sich wirklich Zeit lassen, es wird sich später zeigen, es macht den Glanz des Steines aus.

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Fertigstellung des Steines

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten den Stein zu versiegeln.
Variante 1:
Den Backofen aufheizen und den Stein bei 180° aufheizen. Dabei soll die Festigkeit des Steines zunehmen. Aber auch das Einölen des Steines wird erleichtert. Die Wärme sorgt dafür, das das Öl tief in die Poren des Steines eindringen. Nach leichtem Abkühlen versteht sich, danach den Stein mit Polierwatte oder einem Baumwollstoff nachpolieren und der gewünschte Glanz und Glätte stellt sich ein.

Variante 2:
Dies ist die Möglichkeit ohne Backofen. Hier sollte der Wachs oder das Specksteinöl mehrmals auf den Stein auftragen und einpolieren. (mindestens 6 mal)

Zum Einölen gibt es spezielles Specksteinöl, man kann aber auch Bohnerwachs oder klare Schuhcreme verwenden.
Eines sei noch erwähnt, durch das Versiegeln wird der Stein zwar schön glänzend aber er ist deshalb immer noch empfindlich wegen harte Gegenstände, ein Ring kann schon Kratzer verursachen und damit der Mühe zu Nichte machen.
Zusammengefasst auch nach der Fertigstellung ist der Stein noch bearbeitbar und kann sich Kratzer zuziehen.

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